Informationen für ehemalige Heimkinder in der DDR

Anlauf- und Beratungsstelle im Land Brandenburg

Beginn: 02.07.2012

Die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) ist für das Land Brandenburg regionale Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in der DDR, denen Unrecht und Leid während ihrer Heimunterbringung zugefügt wurden. Die Arbeit der Anlaufstelle gründet sich auf den Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“.

Was kann die Anlaufstelle leisten?

In der Öffentlichkeit wird im Zusammenhang mit ehemaligen Heimkindern häufig der Begriff der „Entschädigung“ gebraucht. Er ist bezogen auf  die zu erwartenden Hilfen aber missverständlich. Die Hilfen aus dem Fonds sind freiwillige Leistungen des Bundes und der ostdeutschen Länder. Die Mittel werden für Hilfen eingesetzt, die Menschen bei anhaltenden Belastungen und Schädigungen aus der Zeit ihres Heimaufenthaltes benötigen. Zwischen 1949 und 1990 lebten im Land Brandenburg ca. 75.000 Kinder und Jugendliche in Heimen der Jugendhilfe, ca. 20.000 davon in sogenannten Spezialheimen.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Anlaufstelle gehören Gespräche über die Lebensgeschichte des Betroffenen, die Unterstützung bei Aktensuche und Akteneinsicht sowie die Geltendmachung von Hilfen, die der Fonds in folgenden Lebensbereichen geben kann:

  1. Soziale Integration und Teilhabe am öffentlichen Leben
  2. Biografiearbeit und Persönlichkeitsentwicklung
  3. Wohnsituation, Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter;
  4. Gesundheit, z. B. therapeutische Hilfen, Kuren;
  5. Bildung und Arbeit, Unterstützung bei Bemühungen auf dem Arbeitsmarkt
  6. Mobilität
  7. Ausgleich für erzwungene Arbeit während des Heimaufenthalts, wenn geminderte Rentenansprüche aufgrund nicht gezahlter Sozialversicherungsbeiträge, wenn Jugendliche im Heim oder dessen Umfeld arbeiten mussten.

Weitere Hilfen

Darüber hinaus arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Stellen zusammen, die für die Prüfung von Ansprüchen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen zuständig sind, kooperieren mit anderen Beratungsstellen, machen den Fonds in der Öffentlichkeit bekannt und unterstützen Selbsthilfeaktivitäten der ehemaligen Heimkinder.

Erreichbarkeit der Anlaufstelle

Die Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in der DDR befindet sich in der Hegelallee 3, 14467 Potsdam. Sie ist telefonisch mittwochs und donnerstags von 14 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer

0331/ 237 292 17 erreichbar.

 

Sprechzeiten der einzelnen Berater:

Yvonne Laue: Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr

Martin Gollmer: Mittwoch von 16 bis 18 Uhr

Birgit Schmelz: Donnerstag von 16 bis 18 Uhr

 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund der Vielzahl der Anrufe die Leitung oft belegt ist. Wir bitten um Geduld. Am Telefon werden allgemeine  Informationen zum Fonds Heimerziehung gegeben. Sie können sich außerdem für ein persönliches Beratungsgespräch registrieren lassen. Da sich bisher bereits über 1000 Betroffene gemeldet haben, sind die Termine schon lange im Voraus belegt, eine Wartezeit für einen persönlichen Termin ist leider nicht zu vermeiden. Jeder soll umfassend und individuell beraten werden.

Härtefälle: Wenn Sie lebensbedrohlich krank sind oder vor 1949 geboren, erhalten Sie bevorzugt einen Beratungstermin.

 

Weitere Informationen können Sie der folgenden Handreichung entnehmen:

letzte Änderung am 02.05.2013

Beratungsangebot für Menschen, die von DDR-Unrecht betroffen sind

  • Reinhard Schult
  • Petra Morawe
  • Michael Körner
  • Telefon: (0331) 237 292 21

Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Beratungstermin.

Die Berater sind zu folgenden Zeiten telefonisch erreichbar:

Mo. - Di. 14 - 17 Uhr Frau Petra Morawe
Do. 14 - 17 Uhr Herr Reinhard Schult
Fr. 10 - 14 Uhr Herr Michael Körner



Informationen für ehemalige Heimkinder der DDR. Anlauf- und Beratungsstelle im Land Brandenburg

Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Beratungstermin.

Telefonische Sprechzeiten:

Yvonne Laue

Tel.: 0331-23729217

Mittwoch und Donnerstag

14 - 16 Uhr

Martin Gollmer

Tel.: 0331-23729217

Donnerstag 16 - 18 Uhr

Birgit Schmelz

Tel.: 0331-23729217

Mittwoch von 16 - 18 Uhr

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