"Der DDR-Militärstrafvollzug und die Disziplinareinheit in Schwedt (1968-1990)" - Zeitzeugen brechen ihr Schweigen

Band 3 in der Schriftenreihe der Aufarbeitungsbeauftragten

Sechzehn Zeitzeugen erinnern sich an die Zeit, die sie im Militärgefängnis in Schwedt bzw. in der auf dem Gelände befindlichen Disziplinareinheit zubringen mussten. Die vorliegenden Geschichten nehmen uns mit ein eine Vergangenheit, die für die Betroffenen oftmals noch längst nicht vergangen ist. Es sind Berichte über Demütigungen und Gewalt, Einsamkeit und Verzweiflung, aber auch über Würde und Freundschaft, die selbst unter den unmenschlichsten Bedingungen bewahrt und gelebt werden konnten.

"Schwedt" war in der NVA ein Begriff, der Wehrpflichtige, Zeitsoldaten und Offiziere erschrecken ließ. Was dort passierte, wusste niemand, aber viele ahnten Schlimmes. Damit diente die Nennung des Ortes Schwedt in der NVA zur Einschüchterung und Disziplinierung der Armeeangehörigen. Dass nun mehrere von ihnen den Mut aufbrachten und ihre Erinnerungen der Öffentlichkeit preisgeben ist hervorzuheben und hilft, die Mechanismen der Diktatur in der NVA zur Unterwerfung unter das militärische und ideologische Regime besser zu verstehen.

Paul Brauhnert und Ilja Hübner, selbst ehemalige Insassen der Disziplinareinheit der NVA in Schwedt, haben den Band gemeinsam mit Arno Polzin von der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemalgen DDR (BStU) herausgebracht.

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Das Buch ist im Metropol Verlag erschienen und im Buchhandel unter der ISBN: 978-3-86331-150-6 für 19,00 EUR erhältlich.

letzte Änderung am 20.01.2016
"Der DDR-Militärstrafvollzug und die Disziplinareinheit in Schwedt (1968-1990)" - Zeitzeugen brechen ihr Schweigen Band 3 in der Schriftenreihe der Aufarbeitungsbeauftragten
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