"Wir wollten was tun! Widerstand von Jugendlichen in Werder an der Havel 1949-1953"

Buchvorstellung mit der Autorin Iris Bork-Goldfield und dem Mitbegründer der Widerstandsgruppe Werner Bork

Beginn: 17.06.2015 19.00 Uhr

Ende: 21:00 Uhr

Gedenkstätte Lindenstraße für die Opfer politischer Verfolgung im 20. Jahrhundert, Lindenstraßen 54, 14467 Potsdam

Ablauf:

19:00 Uhr: Prof. Dr. Iris Bork-Goldfield stellt das Buch vor

19:20 Uhr: Gespräch mit der Autorin Prof. Dr. Iris Bork-Goldfield und ihrem Vater Werner Bork, Mitbegründer der Widerstandsgruppe

Moderation: Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD)

Über den politischen Widerstand in Brandenburg zwischen Kriegsende und dem Aufstand am 17. Juni 1953 ist bis heute wenig bekannt. Iris Bork-Goldfield rekonstruiert die Geschichte ihres Vaters Werner Bork und seiner Freunde, die in Werder und Umgebung in der Nachkriegszeit für freie Wahlen, Meinungsfreiheit und Demokratie in der SBZ und späteren DDR kämpften. Sie schrieben und verteilten heimlich Flugblätter, die sie auch mit einer „Rakete“ an belebte Orte schossen. Als Werner Bork ins Visier des Staatsapparates geriet, flüchtete er nach West-Berlin. Von hier aus betrieb er seine Widerstandsarbeit mit Freunden in Brandenburg weiter. 1951 wurden viele seiner Mitstreiter von der Stasi verhaftet, verhört und gefoltert. Sieben seiner Freunde wurden in Potsdam zum Tode verurteilt und in Moskau erschossen, viele andere zu Zuchthaus- und Lagerhaftstrafen in der DDR und der Sowjetunion verurteilt.

 

Iris Bork-Goldfield promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seit 1985 lebt sie in den USA, wo sie Professorin am Institut für German Studies an der Wesleyan University in Middletown, CT, ist. Mehrere Jahre forschte sie über die Widerstandsarbeit ihres Vaters und seiner Freunde, führte zahlreiche Interviews und recherchierte im Archiv des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Das Buch ist in der Reihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur im Berliner METROPOL VERLAG erschienen.

ISBN: 978-3-86331-247-3

letzte Änderung am 19.06.2015