"Aberkannt! Die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR

Lesung und Gespräch mit dem Autor Falk Bersch

Beginn: 11.11.2018 15.00 Uhr

Ende: 17:00 Uhr

Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“

Collegienstr. 10, 15230 Frankfurt (Oder)

Die Verfolgung von Jehovas Zeugen in Deutschland begann 1933 und endete in der DDR – mit einer kurzen Unterbrechung nach dem Zweiten Weltkrieg – 1990. Im Nationalsozialismus wurde der Religionsgemeinschaft vorgeworfen, jüdisch-kommunistische Ziele zu verfolgen, das SED-Regime bezeichnete sie als „faschistische Organisation“. Mindestens 500 Zeugen Jehovas sind in irgendeiner Form unter beiden Diktaturen diskriminiert oder verfolgt worden. 325 davon waren sowohl unter dem NS-Regime als auch in der DDR in Haft. Das vorliegende Buch gibt Einblicke in die Verfolgungsgeschichte im Land Brandenburg und erzählt die Biografien von 13 Frauen und Männern, die nach ihrer Entlassung aus dem Konzentrationslager Ravensbrück erneut Opfer von Verfolgung wurden.

Falk Bersch, Jg. 1972, forscht seit 2000 zu gesellschaftlichen und religiösen Minderheiten in beiden deutschen Diktaturen; Veröffentlichungen u.a. zur Kriegsdienstverweigerung und zum DDR-Strafvollzug.

Programm:

11.00 Uhr Besichtigung der Ausstellungen, Zellenräume und Videopräsentation der Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“

 

15:00 Uhr: Begrüßung, Rüdiger Sielaff, Leiter der BStU-Außenstelle Frankfurt (Oder)

Anschl.: Lesung: Falk Bersch, Autor

Gespräch, Moderation: Rainer Potratz, LAkD

Eine Veranstaltung der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) in Kooperation mit der BStU-Außenstelle Frankfurt (Oder)

LAkD, Hegelallee 3, 14467 Potsdam

Tel.: 0331 / 237292-0, aufarbeitung@lakd.brandenburg.de

www.aufarbeitung.brandenburg.de

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    Lesung und Gespräch mit dem Autor Falk Bersch
letzte Änderung am 05.11.2018