Pressemitteilungen, Reden, Texte

21.09.2017 Amtswechsel der Beauftragten des Landes zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
Festveranstaltung im Brandenburger Landtag

Im Rahmen einer Festveranstaltung am 19. September 2017 verabschiedeten die Landtagspräsidentin Britta Stark und der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidtke, Ulrike Poppe als Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur. Frau Stark überreichte zugleich Dr. Maria Nooke ihre Ernennungsurkunde zur brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten für sechs Jahre zum 1. Oktober 2017.

Die Festrede hielt der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Abgeordnte des Deutschen Bundestages (1990-2005) und des Europaparlaments (2009-2014) Werner Schulz. Das Manuskript der Rede finden Sie unten.

05.10.2017 Stellenausschreibung bei der LAkD
eine Referentin/ einen Referenten für politisch-historische Erwachsenenbildung

Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) berät Bürgerinnen und Bürger, die in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR von Verfolgung betroffen waren und unterrichtet die Öffentlichkeit über die Wirkungsweisen diktatorischer Herrschaftsformen. Zudem berät sie öffentliche Stellen und kooperiert mit Opferverbänden und zahlreichen Bildungs- und Forschungsinstitutionen sowie öffentlichen Einrichtungen.

Die LAkD sucht  zur sofortigen Einstellung am Dienstort Potsdam 

eine Referentin/ einen Referenten für politisch-historische Erwachsenenbildung

 mit einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden.

 Zu den Aufgaben gehören insbesondere

  •  Entwicklung und Durchführung von Angeboten der politisch-historischen Erwachsenenbildung (Tagungen, Diskussionsforen, Seminare, Publikationen)
  • Entwicklung von Angeboten zum inter- und intragenerationellen Dialog zur DDR-Geschichte
  • Aufbau und Pflege eines landesweiten Netzwerkes sowie Erarbeitung und Umsetzung von Kooperationsprojekten mit kommunalen und zivilgesellschaftlichen Trägern zur Aufklärung der Öffentlichkeit über die Wirkungsweisen diktatorischer Herrschaftsformen gemäß § 2 BrbAufarbBG
  • Koordination von Forschungsprojekten der LAKD mit anderen Kooperationspartnern
  • Koordinierung der Arbeitsaufgaben der LAkD im Rahmen des Gesamtkonzeptes
  • Abwesenheitsvertretung der LAkD

 Anforderungen:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom, Magister, Master oder Staatsexamen in Soziologie, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Geschichte, Jura)
  • anerkannte Qualifikation und Praxiserfahrung als Mediator, Organisationsberater oder Coach
  • sehr gute Kenntnisse der Geschichte der SBZ und  DDR
  • sehr gute Kenntnisse der politischen und sozialen Situation im Land Brandenburg
  • mehrjährige Praxis in der Erwachsenenbildung
  • Fähigkeit zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten
  • Erfahrungen im Umgang mit Archivmaterialien zur Geschichte der DDR
  • Erfahrungen in Personalführung und Verwaltung
  • ausgeprägte Fähigkeit zu einem sensiblen Umgang mit ratsuchenden Personen
  • sehr gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit
  • gründliche und umfassende Anwendungskenntnisse der einschlägigen Standardsoftware (MS-Office)
  • hohe Kommunikationskompetenz, sicheres öffentliches Auftreten
  • hohe Selbstständigkeit und hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Flexibilität und hohes Organisationstalent
  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Führerschein Kl. B
  • gute Englischkenntnisse

Die auszuübenden Tätigkeiten lassen eine Bewertung bis zur Besoldungsgruppe A 15 BBesO oder Entgeltgruppe 15 TV-L zu.

Für nähere Informationen zum Ausschreibungsverfahren steht Ihnen Frau Hilliger

(Tel.: 0331/237 292 0) gern zur Verfügung.

Für Schwerbehinderte gelten bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung die Bestimmungen des SGB IX.

Ihre aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis zum 20. Oktober 2017 (Datum des Poststempels) an: Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Frau Domhardt - persönlich, Hegelallee 3, 14467 Potsdam.

Die Auswahlgespräche finden voraussichtlich am 16. und 17. November 2017 statt.

05.10.2017 Stellenausschreibung bei der LAkD
eine Referentin/ einen Referenten für politisch-historische Erwachsenenbildung
19.10.2017 Stellenausschreibung für drei Bürgerberaterinnen/Bürgerberater
Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter für die Anlaufstelle der Stiftung Anerkennung und Hilfe in Potsdam gesucht
07.11.2017 14:30  - 07.11.0201 18:00 Bürgerberatung in Luckenwalde
Beratung für politisch Verfolgte in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR Beratung zur Einsichtnahme in die Stasi-Akten

06.12.2017 10:00  - 16:00 Kontroverse Geschichte(n). Pädagogik an Lernorten zu SBZ und DDR
Fachtagung

02.11.2017 Kontroverse Geschichte(n) - Pädagogik an Lernorten zu SBZ und DDR
Fachtagung
28.11.2017 14:00  - 19:00 Mobile Beratung in Falkensee
Beratung für politisch Verfolgte in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR Beratung zur Einsichtnahme in die Stasi-Akten

14.11.2017 16:30  - 17:30 „Die Frauen vom Annagarten 90 Jahre Geschichte erzählt in Bildern, Texten und einer Video-Installation mit Zeit-Zeuginnen“
Ausstellungseröffnung in Oranienburg

10.11.2017 „Diese Stele soll zum Anlass genommen werden, hier in Bad Freienwalde – aber auch anderswo – über das Heimerziehungssystem der DDR zu sprechen“
Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke, erinnert an die Lebensumstände der Kinder im ehemaligen Durchgangsheim Bad Freienwalde und begrüßt die Errichtung des Mahnmals

Am 9. November 2017 wurde in Bad Freienwalde vor dem Polizeirevier eine Stele eingeweiht, die an das Leid der Kinder und Jugendlichen erinnern soll, die dort in dem damaligen Durchgangsheim bis 1987 eingesperrt waren. Das frühere Polizeigefängnis wurde 1968 von der Volkspolizei abgegeben und ein Durchgangsheim wurde hierin eingerichtet. Die Fenster blieben vergittert. Deshalb und angesichts der damaligen Heimordnung als auch dem rigiden Erziehungssystem nennen heute die ehemaligen Zöglinge die Einrichtung „Kindergefängnis Bad Freienwalde“.

Frau Dr. Nooke führte aus: „Dem Staat zur Fürsorge anvertraute Mädchen und Jungen erfuhren hier keine Hilfe für ihre schwierigen Lebensumstände. Sie wurden quasi für die Folgen bestraft, die diese Lebensumstände bei ihnen bewirkten. Egal ob Kleinkind oder Jugendlicher, die Kinder in den Durchgangsheimen erlebten keine Geborgenheit und Wertschätzung, sondern wurden ihrer Individualität beraubt, fühlten sich ausgeliefert und isoliert.“ Sie betonte, dass mit der Errichtung des Denkmals an dieses rigide System erinnert und auch ein Beitrag geschaffen wird, die noch heute wirkende Stigmatisierung von Heimkindern aufzubrechen.

„Ich danke Herrn Herrmann und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für das große Engagement, das zum Entstehen dieses Gedenkzeichens geführt hat. Mein Dank gilt auch allen, die die Errichtung materiell und moralisch unterstützt haben. Und ich wünsche mir, dass diese Stele zum Anlass genommen wird, hier in Bad Freienwalde – aber auch anderswo – über das Heimerziehungssystem der DDR zu sprechen und sich ehrlich zu machen über das Schicksal der Kinder und Jugendlichen, die darunter gelitten haben und bis heute mit den Folgen leben müssen. Als Landesbeauftragte bin ich mit meinem Team gern bereit, diesen Prozess zu begleiten und zu unterstützen.“

 

10.11.2017 28 Jahre nach Mauerfall: Soziale Lage politisch Verfolgter der SBZ/DDR verbessern
Pressemitteilung der brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten
10.11.2017 28 Jahre nach Mauerfall: Soziale Lage politisch Verfolgter der SBZ/DDR verbessern

Die Initiative der Aufarbeitungsbeauftragten des Landes Brandenburg, die soziale Lage politisch Verfolgter der SBZ/DDR zu verbessern, wird von den Fraktionen des Brandenburger Landtags aktiv unterstützt. Die Verbesserung bedarf der Änderung des Bundesrechts. Die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke, sagt dazu: „Ich begrüße die Entscheidung der Fraktionen ausdrücklich, in einem gemeinsamen Antrag die Landesregierung aufzufordern, dieses Anliegen im Bundesrat einzubringen. Aus unserer Beratungsarbeit wissen wir, dass viele in der SBZ/DDR politisch Verfolgte heute in schwierigen Verhältnissen leben.“

Betroffene haben bis heute folgende grundsätzliche Probleme zu bewältigen:

• Verringertes Einkommen oder geringe Rente

• Gesundheitliche Verfolgungsschäden insbesondere psychische Erkrankungen

• Mangelnde gesellschaftliche Integration und Teilhabe

Diese Langzeitfolgen politischer Verfolgung wirken in den meisten Fällen dauerhaft und unmittelbar schwer fort. Es bedarf deshalb der gesellschaftlichen Anstrengung, die Betroffenen zu unterstützen, war es doch gerade auch ihr widerständiges Handeln, ihr mutiges Engagement, das zur Friedlichen Revolution vor 28 Jahren geführt hat. 

Ziel der Bundesratsinitiative soll es sein, den Zugang zu sozialer Unterstützung zu verbessern, den Kreis der Berechtigten zu erweitern, die Anerkennung von Verfolgungsschäden zu erleichtern und die 2019 auslaufende Frist für die Antragstellung nach den entsprechenden SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (SED-UnBerG) aufzuheben.

 

23.11.2017 18:00  - 20:00 Der ehemalige Brandenburger Oberbürgermeister Paul Szillat, die Wiedergründung der SPD und die erzwungene Vereinigung mit der KPD 1945/1946
Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Siegfried Heimann (Berlin)

12.12.2017 18:00  - 21:15 Der 6-Tage-Krieg, seine Wahrnehmung in der DDR und seine Auswirkungen
Film- und Gesprächsveranstaltung im Rahmen der Reihe Potsdamer Gespräche 2017

30.11.2017 19:00  - 21:00 Der DDR-Militärstrafvollzug und die Disziplinareinheit Schwedt
Lesung, Musik und Gespräch in Luckau

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